Freundinnen

Mein Wochenplan ist so leer, was mach ich mit der Zeit? Na klar, ich frage eine Freundin ob sie mich besuchen kommen mag.

Dann wird mein Plan geändert, plötzlich hab ich doch was an Therapien. Hm, also wieder absagen. Heute morgen fragte ich noch mal nach und ich hatte dann doch keine Therapie. Was soll das?

Wieder meine Freundin angerufen, gefragt ob sie kommen mag.

Sie kam.

Wir hatten ein sehr tolles Gespräch. Ich wurde zum umdenken angeregt.

Einmal sind wir leicht aneinander geraten und ich dachte ok so eine Freundin braucht man nicht aber ich glaube es war einfach nicht unser Tag.

Es ging um Arbeit und Haushalt und irgendwie hatten wir da recht verschiedene Ansichten. Ich war der Meinung ich müsste unbedingt Arbeiten gehe, sonst fühle ich mich unbrauchbar und sie ist überzeugte Hausfrau. Ich konnte einfach nicht verstehen warum sie lieber den Haushalt macht, statt zu putzen.

Aber heute hat sie mich zum undenken gebracht. Ihre Sichtweise erzählt. Und ich seh die Haushaltsgeschichte ganz anders. Trotzdem würde ich gerne arbeiten gehen 😀

Nachdem sie gegangen ist, schrieb sie mir eine Nachricht.. Sind wir jetzt Freunde? Ich dachte das waren wir schon aber ja natürlich.

Wenn mich sonst keiner Besuchen kommt, ich hab jetzt eine spontane Freundin. Sehr gut. 🙂

Ziele

Gestern hatte ich das sogenannte Kerngespräch. Welche Ziele hab ich für mich, was will ich erreichen.

Ja, was hab ich denn für Ziele?

Ich möchte eine gute Hausfrau sein? Gibts dafür vielleicht irgendwie Medikamente? 😀 Also eine Alltagsfamilienstruktur wäre schon super aber ich denke das geht nicht von heute auf morgen weil mich doch oft von der Unlust verleiten lassen habe. Oder habe ich es einfach nicht gelehrt bekommen?

Ich kann mich dran erinnern dass ich immer mitkochen wollte und nicht durfte. Oder ich wurde angemeckert weil ich immer an der Ecke stand und die Wand dann ganz dreckig war 😀 Ich mein wir haben schon zusammen gegessen aber ich kann mich nicht dran erinnern dass ich eine Struktur gelernt bekommen habe. Meine Mutter ist jetzt auch nicht die perfekte Hausfrau und mein Vater ja auch nicht.

Eben, ich hatte Phasen wo ich Lust hatte aufzuräumen aber manchmal hab ich es auch nur in den Schrank gestopft damit ich das Chaos nicht sehen muss. So geht es mit vielen Dingen.

Und dann wäre da noch mein Kaufverhalten. Das dient hauptsächlich zur Bestätigung meines ich´s glaube ich. Wenn ich was bestelle dann gibts erst mal Glücksgefühle, weil ich kann mich oder andere vorerst glücklich machen. Bis dann das Paket kommt und ich irgendwie schlechtes Gewissen bekomme. Aber erst mal, find ich es toll. Warum lass ich mich von dem Glücksgefühl verleiten was eh nicht lange anhält. Und warum mach ich das? Wofür brauche ich diese Bestätigung? Meine Kinder lieben mich so oder so und mein Mann wahrscheinlich auch. Also warum brauch ich es? Kann ich nichts anderes machen?

Aber ich glaube, es ist schon dieses Kindheitstrauma.

Meine Mutter, hatte plötzlich nicht mehr so viel Zeit. 5 Jahre, meines Lebens hatte sie oft Zeit für mich oder eben meine Oma und Opa, die liebten mich. Meine Mutter sicherlich auch aber bei denen war es irgendwie schöner. Ich wurde verwöhnt, sie spielten mit mir oder Opa fuhr mit mir weg, zur Bank oder in eine Katholische Kirche die ich immer so toll fand. Seit dem wir dann bei Mutti´s Lebensgefährten wohnten, ja wir haben auch Unternehmungen gemacht aber bei Oma wars immer toller.

Hoffentlich kann ich das aufarbeiten. Ich mag mich nicht ständig damit rumschlagen. Also wenn ich den Kontakt abbreche wird´s ja auch nicht besser. Ich glaube dann passiert genau das Gegenteil.

Ich werde eventuell einen Brief schreiben und dann mal sehen.

Ich hatte heute so eine Therapie wo man lernt auch mal nein zu sagen und sich abzugrenzen und wer schreibt mir da einer der sein Produkt verkaufen will und ich weis dass ich mir das nicht leisten kann und was mach ich, ich halte ihn hin.. rede es schön, dann und dann werde ich es vielleicht kaufen. Aber jetzt frage ich mich so ein Pulver, wo soll das Gesund sein? Also das Pulver soll mal ein Shake werden.. Ich weis nicht, es ist teuer und nur Geldmacherei oder? Und ich habe nun mal kein Geld. Lieber gehe ich vernünftig einkaufen und koche so wie es mir gefällt, ohne Pulver 😀 So.

 

Träume

Das sagt Wikipedia zu Träumen.

Ein Traum ist eine psychische Aktivität während des Schlafes.

Letzte Nacht träumte ich von meinen Mann. Wir waren einkaufen und dann haben wir aufgeräumt und irgendwie hat sich mein Mann verletzt als er was unterm Sofa vorholen wollte und lag dann leblos da. Ich hatte den Notarzt gerufen und die meinten er sei tot 😮 Hallo? Warum träum ich sowas.

Na auf jedenfall haben sie ihn mitgenommen und später hab ich meine Oma angerufen und sie wusste es schon. Sie hatten irgendwie meine Schwiegermutter nicht erreicht, deswegen meine Oma angerufen. Verrückt oder? Woher hatten die die Nr. meiner Oma.

Dann kam Sabine und meinte wie sieht es denn hier aus? Äh ja ihr Sohn ist tot und sie interessiert nur wie aufgeräumt es ist?

Meine Freundin und ihr Mann kamen auch in dem Traum vor, sehr verwirrend.. echt.

Und dann aber kam mein Mann wieder und ich bekam einen Anschiss warum ich so ein Quatsch erzähle. Alle hackten auf mir rum. Ich war nur tottraurig weil meine Ehemann gestorben war und dann werd ich angeschissen weil er wieder kommt?

Ich versteh diesen Traum nicht. Ich hatte mal kurzzeitig Angst mein Mann will mich verlassen weil ich immer aufs neue Sachen bestellt habe. Aber das hatten wir geklärt. Ob es damit was zu tun hatte? Oder vielleicht weil ich meine Familie nicht so richtig vermisse? Also klar ich denk schon an sie aber seit ich hier bin, kann ich endlich mal den Alltagsstress hinter mir lassen und ich habe Zeit für mich.

Ich weis auch noch nicht, ob ich nach Hause fahre. Ich glaube um so mehr schwer fällt es mir dann obwohl ich noch ein paar Sachen bräuchte. Und mit meiner Oma telefonieren müsste. Hm, vielleicht nur ein Tagesausflug? Was wird mein Mann sagen? Ich muss ihn mal fragen was er meint. Klar ich mag meine Kinder sehen und vielleicht auch mal wieder die Zweisamkeit mit meinem Mann geniessen aber ja ich weis auch nicht.. ich rede mal mit der Schwester und dann mit meinem Mann.

Vielleicht hat mein Traum auch mit dem zu tun. Das ich vielleicht gerade etwas verwirrt bin?

Es wird sich schon die richtige Option ergeben. Da bin ich mir ziemlich sicher 🙂

Wald

Ein Spaziergang in den Wald, kann echt beruhigend wirken.

Gestern habe ich festgestellt, das der normale Weg echt langweilig ist und ausserdem wäre ich dann nicht im Wald, sondern neben dem Wald und das macht schon einen grossen Unterschied.

Ich musste die ganze Zeit an Rotkäppchen denken 😀

Aber mal im Ernst. Es war so schön da.

Schliesse die Augen

und

Atme tief in den Bauch ein.

Und atme wieder aus.

Es ist sehr beruhigend.

Eigentlich wollte ich mich auf die Erde legen aber das hab ich dann gelassen 😀

Als ich wieder zurück kam, hab ich doch tatsächlich eine Zecke erwischt wie sich gerade an mir ansaugen wollte. So nicht. Nicht mit mir, Freundchen 😀

Gehts denn eigentlich noch. Das ist mein Blut. Meins ganz alleine. Ich hatte übrigens schon am morgen Blutsauger. 3 Röhrchen. Tzz.

 

 

Wirrwarr_Beitrag

Nun bin ich hier.. Für unbestimmte Zeit.

Irgendwie ist es komisch.. Ich fühl mich so normal hier 😀

Man hat noch Welpenschutz. Und mit meiner Op Geschichte sowieso.

Heute, hab ich leichte Wortfindungsstörungen. Die Buchstaben fliessen nicht so flüssig wie sonst. Und vielleicht wird es ein durcheinander was ich hier schreibe. Ich glaube ich schreibe einfach das mir gerade in den Kopf kommt.

Dann ist man hier angekommen, hat seine Sachen verstaunt und stellt fest… die Katze hat drauf gepinkelt. Danke, liebste Katze. Und dann muss man zum Gespräch… meine Stimmung sehr angespannt.. was sag ich denen warum bin ich hier. Warum? Das ist eine gute Frage. Überlastete Mutter mit Kaufsucht? oder depressiv verstimmte Mutter mit suboptimalen Kaufverhalten? Ja klingt beides super suboptimal 😀

Und die gesundheitlichen Test. Finger auf die Nase tippen mit geschlossenen Augen. Was soll das denn? Ich bin doch nicht motorisch gestört.

Ich war auch gleich in der Therapie offenes Gestalten. Super Therapie, wirklich. Ich habe mich versucht mit Speckstein anzufreunden, gestern fand ich es sehr lästig heute wars schon besser aber ich musste eher aufhören weil meine Fäden endlich gezogen wurden. Schwere Geburt. Der Arzt ist eben doch ein Grobmotoriker. Wenn ich daran denke, dass ich bald zu seiner Sprechstunde muss da graut mir schon davor.

Und nun ist auch noch ein Faden eingewachsen.

Ich glaube ich geh heute in den Wald. Vielleicht schreib ich von da noch was.

Ach so da fällt mir doch gleich noch was ein. Mein armer Kater wurde gestern angefahren und musste eingeschläfert werden. Der arme, ich hätte alle weggegeben aber die 2 Kater nicht. Warum denn mein Schiebel? Irgendwie bin ich ja froh dass ich es nicht sehen musste, er sah ja schon schlimm aus.

Armer armer kleiner Schiebelkater.

 

Wieder Zuhause

So, nun bin ich wieder Zuhause seit Samstag. Zwar nicht lange aber immerhin bin ich bei meinen Kindern und Katzen und Ehemann.

Freitag Morgen bekam ich eine neue Bettnachbarin im Krankenhaus. Sehr sympathische Frau. Wir sind auch schnell ins Gespräch gekommen. Sie hatte Nierensteine und wurde vormittag operiert. Als sie dann wieder kam hatten wir ein echt anregendes Gespräch bis in die Nacht 🙂

Am nächsten Tag erzählte ich ihr noch einmal von meinen Ängsten und sie redete gut auf mich ein, so dass ich ruhiger wurde.

Dann packte ich meine Sachen und habe natürlich wieder die Hälfte vergessen.

Dann kam mein Mann. Es war eine super Stimmung. Bei meinen Mann, weis man immer nicht ob es ernst ist oder ob er einfach so ist. Spricht man ihn drauf an mault er immer gleich rum es sei nichts ich würde die ganze Zeit schlecht gelaunt sein. Wundert das jemand, wenn man wie ein Almöhi schaut als ihm Heidi vors Haus gesetzt wurde :D? Als dann meine Flaschen noch aus der Tasche fielen, die Stimmung war ganz im Keller.

Naja dann Zuhause angekommen, war ich fast ein bisschen enttäuscht. Mein hat mir ja die ganze Zeit vorgeschwärmt wie aufgeräumt es Zuhause ist seit meine Schwiegermutter da ist. Es war sauber keine Frage aber aufgeräumt…? Hm, ich hatte echt was anderes erwartet.

Die Stimmung Zuhause war jetzt auch nicht sooo toll.

Ein falsches Wort und ich fing an zu weinen.

 

Almöhistimmung…

Mein Mann wies mich zurecht, alles was sich verändert hat hab ich meiner Schwiegermutter zuverdanken.. also sag Danke.

Wie alt bin ich denn? 7?

Oder es wurden Gespräche in 3. Person geführt.

Gespräch zwischen meinen Mann und meiner Schwiegermutter:

Schwiegermutter: „Weist Du ob die Mail abgeschickt wurde?“

Mann: „Nein, wurde sie nicht“

Schwiegermutter „Vielleicht weis Sandra, warum?“

Mann: “ nein, weis sie nicht“

Und ich sitze daneben. Warum fragt sie mich nicht selbst?

Almöhistimmung aber diesmal bei mir

Es gab einige dieser Situationen.

Und die ganze Zeit, hatte ich das Gefühl ich bin hier total überflüssig.

Sonntag, Fynn hat richtig schlimm diesen Pseudo Krupp. Sabine nimmt ihn aus dem Bett als ich die passenden Medikamente holen wollte und kuschelt mit ihm, ignoriert mich voll.

Hallloohoo?

Ich bin die Mutter!!

Heute haben wir schon Dienstag, die Zeit rennt wie im Flug. Bald muss ich wieder gehen.

Trotz alle dem, bin ich doch sehr froh dass meine Schwiegermutter und mein Mann da sind. Meine Kinder gehen problemlos schlafen, meine Kinder räumen plötzlich den Tisch ab und waschen sich die selbstständig die Hände. Ich bin begeistert.

Auch wenn da gerade wieder die Trotzphase in mir hoch kommt :D… Was solls, stehen wir drüber 🙂

 

 

Frau mit Eierstock

Ich bin Frau mit Eierstock.

Ich weis ehrlich gesagt nicht, was passiert ist aber ich fühle mich gerade richtig toll.

Ich habe selbst angerufen

nachgefragt wie es geht

und

einen Termin abgemacht.

Es ist jetzt entgültig.

Und ich finde es toll.

Manchmal fühlt es sich aber auch komisch an. Aber Zweifel werden weggewischt.

Chaos im Kopf

Also ich weis nicht ob ich mich freuen soll oder heulen.

Aber ich habs getan. Ich habe die Klinik angerufen und ich kann in 5 Tagen eintreten.

Ich hab irgendwie Angst.

Was sag ich vorallem meiner Oma? Hallo Oma, ich wollte Dir nur sagen ich geh in eine psychiatrische Klinik.

Ich glaube meine Fassade bröckelt gerade ab.

Ich geb mich als starke Frau aus, die versucht alles im Griff zu haben und eigentlich bin ich ein Häufchen Elend. Fertig mit der Welt.

Irgendwie kann ich ja auch stolz sein, auf mich. Zu zugeben dass man ein Problem hat, das macht doch nicht jeder.

Offensichtlich habe ich auch eine Depression, was mir ehrlich gesagt gar nicht so bewusst war. Bei Depression habe ich immer an Heulphasen gedacht die ja bei mir nicht so unbekannt sind. Und die hatte ich in letzter Zeit nicht mehr so stark. Aber Antriebslosigkeit und müde und träge, körperlich geschwächt zählen dazu.. Um es in Worte zu fassen…

„Ich kann nicht mehr“

Ich möchte kein Häufchen Elend sein mit Kaufsucht und diversen anderen Störungen und was ich auch nicht mehr sein möchte nicht selbstbewusst.

Um es positiv zu sehen. Es kann nur alles sehr viel besser werden.

 

 

 

Pläne

Mir kommen immer wieder Ideen, was ich noch besser machen kann oder dass es einen Sinn hat das und das zu machen. Gerade finde ich meine Gedanken sehr spannend.

Zum Beispiel werde ich eine Therapie machen, wahrscheinlich stationär.

Der Vorschlag kam weil ich in letzter Zeit sehr dünnhäutig war, na kein Wunder… 2 Op´s in 6 Tagen und die eine hätte nicht sein müssen.

Es war Visite. Der Tag fing schon recht mühsam an. Ich weis gerade gar nicht warum aber wahrscheinlich rief mein Mann vorher an 😀

Der nette Arzt setzte sich zu mir ans Bett und ich fing an zu weinen weil der ganze Stress den ich innerlich hatte nicht mehr stand halten konnte. Ich erzählte ihm von der aktuellen Situation und er fragte mich ob ich schon in Psychologischer Behandlung sei. Und was ich eventuell von einer stationären Behandlung hielt. In den Moment, nicht viel. Bei mir im Gehirn meldeten sich Alarmglocken. Bloss nicht stationär, wie soll das überhaupt gehen?

Aber dann erzählte ich das meinen Mann und ich dachte er findet diesen Gedanken genau so unsinnig wie ich aber dann ja dann mach das doch.. Hm, auf einmal fand ich es dann noch nicht so abwägig.

Je mehr ich drüber nachdachte umso mehr fand ich die Idee gut.

Wahrscheinlich ist es genau jetzt der richtige Moment, für neue Lebenspläne.

Ich muss mir nämlich ständig anhören.. „Du bist fast 30 Jahre alt, kriegs jetzt mal auf die Reihe..“

In 4 Wochen werd ich zwar schon 30 aber immerhin wäre ein Anfang gemacht.

Mein Mann müsste zwar Zuhause bleiben aber warum auch nicht.

Ich hätte gern mehr Zeit mit meinem Mann. Nur mein Mann und ich. Mein Mann soll in den Wald gehen, meine Freundin sagt das auch zu mir.. also gehen wir in den Wald und schmieden da noch ein paar Pläne für eine Motorradtour.

Ich hätte Zeit mit meinem Mann verbracht und im Wald war ich auch und eventuell habe ich sogar schon den nächsten Plan für uns 2 geschmiedet, natürlich mit ihm.

Ich bin keine geborene Hausfrau aber vielleicht kann ich in der Klinik struktur in mich bringen und dann werde ich vielleicht noch eine gute Hausfrau. Vielleicht muss auch nur erst mal, mit mir im reinen sein um mich überhaupt „neu zuprogrammieren“. Diese doofen Angewohnheiten abzulegen, neue Strukturen lernen. Ich glaube mal gelesen zu haben, dass ein Mensch 40 Tage braucht um sich an was zu gewöhnen.

Ich glaube es wird gut.

 

 

Viele Fragen

Die letzten 2 Wochen waren sehr anstrengend.

Mit Vorfreude bin ich ins Spital gegangen um den geplanten Eingriff vornehmen zu lassen. Dann gab es aber Komplikationen. Wobei der Arzt sich ziemlich sicher war, dass alles gut wird. Aber dann gibt es Menschen die ihren Körper sehr gut kennen und wenn dieser Signale gibt „hey, da stimmt was nicht….“ aber niemand Dich ernst nimmt weil nach einer Op, sind Schmerzen normal oder eben auch nicht. Wenn die Schmerzen so schlimm sind, dass man fast die Decke hoch geht und einem dann gesagt wird.. „Ach, es wird alles gut, der Arzt hat das und das gesagt und er hat wirklich Erfahrung..“ So ungefähr stell Dich nicht so an. Manchmal haben Ärzte aber nicht recht.

Aber ja eine fast 30 jährige junge Frau, die sehr dünnhäutig scheint, warum sollte sie mehr wissen wie ein erfahrener Arzt.

Und dann, wird man in eine andere Klinik verlegt weil die bestehenden Ärzte sich diesen Eingriff nicht zu trauen. Mein Vertrauen zu den Ärzten war eh etwas angeknackt.

In der anderen Klinik, durfte ich Patient sein auch mit Schmerzen.

Aber auch da, war ich sehr dünnhäutig.

Denn, da gibts ja auch noch die Familie. Wo ich in der Zeit sehr oft gedacht habe.. Hallo? Ich bin im Krankenhaus.. sagt mir das doch später. Oder wenigstens wenns mir besser geht.

Wenn man keine geborene Hausfrau ist, so wie ich.. dann kann es auch mal Konflikte geben.

Dann kommt die Frage auf, muss denn perfekt sein?

Und plötzlich nimmt es seinen Lauf.

Ich sollte mir Gedanken machen, wie ich ALLES auf die Reihe bekommen will. Haushalt, Tagesorganisation und diverse weitere Baustellen.

Am Anfang ist mein Kopf leer.. Ich weis es nicht.

Eine christliche Familie kommt mich besuchen, bevor sie gehen, beten wir.

Am nächsten Tag, kommt mir die Idee. Ich frage eine Freundin ob sie mir bei der Planung hilft. Sie ist sehr hilfsbereit und bejaht. Ich bin erst mal zufrieden gestellt.

Bei der nächsten Visite, bin ich wieder sehr sehr dünnhäutig. Der Arzt, nicht viel älter als ich, versucht mich zu beruhigen. Ich erzähle ihm von den ganzen Familenkram und diversen anderen Problemen. Er schlägt mir vor, eine Psychologin aus dem Haus könnte er bestellen. Zwischenzeitlich machen sich alle Gedanken, wie es weiter geht bei mir Zuhause als mit mir. Dann kommt die Psychologin und meint es gibt diverse Angebote von Therapien oder auch Fachpersonen die nach Hause kommen. Das klingt doch nicht ganz schlecht. Ich fühle mich etwas besser.

Abends ruft mein Mann an und erzählt mir von den Erfolgen der Erziehung meiner Kinder die seine Mutter praktiziert. Das ist super toll aber ich fühle mich „Du hast komplett versagt“. Vielleicht wars nicht so gemeint aber ich habe es so verstanden. Und dann muss ich Dankbarkeit zeigen. Bloss gut, dass jetzt endlich jemand meine Kinder erzieht. Irgendwie kommt das Gefühl auf „Ihr braucht mich scheinbar gar nicht..?“ Ich fühle mich nutzlos.

Ich telefoniere in letzter Zeit recht häufig mit einer Freundin. Und immer wieder frage ich mich, wer bin ich? Was ich gerne mache? Und wenn ich mal Zeit für mich habe.

Zur Zeit, fühle ich mich etwas nutzlos und vorher habe ich mich oft wie ein Roboter gefühlt. Ich muss funktieren. Tut es aber nicht, irgendwie. Eigentlich bin ich ausgelaugt.

Die 2 Wochen Krankenhausaufenthalt haben mich zum nachdenken gebracht.

Vielleicht habe ich aber auch schon einen Lösungsansatz. Vielleicht möchte ich aber auch nur flüchten und bin mir nicht so bewusst, was es heisst 6,7,8,9,10 Wochen nicht bei der Familie zu sein.

Aber in den 2 Wochen ging es ja auch…

Ich hoffe das mir das heutige Gespräch weiter hilft…