Viele Fragen

Die letzten 2 Wochen waren sehr anstrengend.

Mit Vorfreude bin ich ins Spital gegangen um den geplanten Eingriff vornehmen zu lassen. Dann gab es aber Komplikationen. Wobei der Arzt sich ziemlich sicher war, dass alles gut wird. Aber dann gibt es Menschen die ihren Körper sehr gut kennen und wenn dieser Signale gibt „hey, da stimmt was nicht….“ aber niemand Dich ernst nimmt weil nach einer Op, sind Schmerzen normal oder eben auch nicht. Wenn die Schmerzen so schlimm sind, dass man fast die Decke hoch geht und einem dann gesagt wird.. „Ach, es wird alles gut, der Arzt hat das und das gesagt und er hat wirklich Erfahrung..“ So ungefähr stell Dich nicht so an. Manchmal haben Ärzte aber nicht recht.

Aber ja eine fast 30 jährige junge Frau, die sehr dünnhäutig scheint, warum sollte sie mehr wissen wie ein erfahrener Arzt.

Und dann, wird man in eine andere Klinik verlegt weil die bestehenden Ärzte sich diesen Eingriff nicht zu trauen. Mein Vertrauen zu den Ärzten war eh etwas angeknackt.

In der anderen Klinik, durfte ich Patient sein auch mit Schmerzen.

Aber auch da, war ich sehr dünnhäutig.

Denn, da gibts ja auch noch die Familie. Wo ich in der Zeit sehr oft gedacht habe.. Hallo? Ich bin im Krankenhaus.. sagt mir das doch später. Oder wenigstens wenns mir besser geht.

Wenn man keine geborene Hausfrau ist, so wie ich.. dann kann es auch mal Konflikte geben.

Dann kommt die Frage auf, muss denn perfekt sein?

Und plötzlich nimmt es seinen Lauf.

Ich sollte mir Gedanken machen, wie ich ALLES auf die Reihe bekommen will. Haushalt, Tagesorganisation und diverse weitere Baustellen.

Am Anfang ist mein Kopf leer.. Ich weis es nicht.

Eine christliche Familie kommt mich besuchen, bevor sie gehen, beten wir.

Am nächsten Tag, kommt mir die Idee. Ich frage eine Freundin ob sie mir bei der Planung hilft. Sie ist sehr hilfsbereit und bejaht. Ich bin erst mal zufrieden gestellt.

Bei der nächsten Visite, bin ich wieder sehr sehr dünnhäutig. Der Arzt, nicht viel älter als ich, versucht mich zu beruhigen. Ich erzähle ihm von den ganzen Familenkram und diversen anderen Problemen. Er schlägt mir vor, eine Psychologin aus dem Haus könnte er bestellen. Zwischenzeitlich machen sich alle Gedanken, wie es weiter geht bei mir Zuhause als mit mir. Dann kommt die Psychologin und meint es gibt diverse Angebote von Therapien oder auch Fachpersonen die nach Hause kommen. Das klingt doch nicht ganz schlecht. Ich fühle mich etwas besser.

Abends ruft mein Mann an und erzählt mir von den Erfolgen der Erziehung meiner Kinder die seine Mutter praktiziert. Das ist super toll aber ich fühle mich „Du hast komplett versagt“. Vielleicht wars nicht so gemeint aber ich habe es so verstanden. Und dann muss ich Dankbarkeit zeigen. Bloss gut, dass jetzt endlich jemand meine Kinder erzieht. Irgendwie kommt das Gefühl auf „Ihr braucht mich scheinbar gar nicht..?“ Ich fühle mich nutzlos.

Ich telefoniere in letzter Zeit recht häufig mit einer Freundin. Und immer wieder frage ich mich, wer bin ich? Was ich gerne mache? Und wenn ich mal Zeit für mich habe.

Zur Zeit, fühle ich mich etwas nutzlos und vorher habe ich mich oft wie ein Roboter gefühlt. Ich muss funktieren. Tut es aber nicht, irgendwie. Eigentlich bin ich ausgelaugt.

Die 2 Wochen Krankenhausaufenthalt haben mich zum nachdenken gebracht.

Vielleicht habe ich aber auch schon einen Lösungsansatz. Vielleicht möchte ich aber auch nur flüchten und bin mir nicht so bewusst, was es heisst 6,7,8,9,10 Wochen nicht bei der Familie zu sein.

Aber in den 2 Wochen ging es ja auch…

Ich hoffe das mir das heutige Gespräch weiter hilft…

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.